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Part 1: China - Beijing

Tag 1 - chinesische Köstlichkeiten

Den Flug mit Ethihad haben wir durchaus genossen, echt angenehm für Economie - fertig waren wir bei unserer Ankunft am Airport Beijing trotzdem. Eine Freundin (Lilo) von Moritz holte uns am Gate ab und half uns durch das Menschengewirr, in die Stadt zu unserem Hostel. Holt euch bei einem Aufenthalt von ein paar Tagen ein Guthabenkarte für die Öffentlichen, das ist super praktisch. U-Bahn oder Bus fahren ist extrem günstig, wir haben nie mehr als 7 CNY bezahlt, knapp 1€ und damit kommt man sehr, sehr weit in Peking.

 

Das Mittagessen war typisch chinesisch, wir drei durften zuerst probieren, dann erfuhren wir was es war - u.a. gekochte Hühnerfüße, yummi. Lecker war es irgendwie schon, von dem Fisch hingegen blieb nichts mehr übrig.

Der Verdauungsspaziergang führte uns zum Tianmen Platz und vor die Tore der Verbotenen Stadt.

Auffallend viele Polizisten an jeder Ecke und Sicherheitskontrollen mit Gepäckscannern. Man fühlt sich relativ schnell sicher.

Abends ging es dann noch auf die Suche nach dem spektakulären "Street Food Market" - die Einheimischen auf den Straßen waren nicht die beste Auskunft,
mit englisch kommt man leider nicht weit. Schüchtern sind die Meisten und wenn man doch mal eine Antwort bekommt, läuft man vermutlich in die falsche Richtung. Vielleicht konnten wir auch einfach nicht erklären wohin wir wollten, oder Peking ist einfach zu groß.
Also zurück zum Hostel, und an der Rezeption nach einer Wegbeschreibung fragen. Sonntags war der Street Food Market nicht so belebt und auch etwas kleiner als sonst. Hühnchen, Schlange, Skorpione, Heuschrecken, Schaben und heiße Bananen wurden probiert. Moritz probierte fast alles, der große Skorpion ging dann doch nicht. Julian und ich hielten uns etwas zurück, die Schlange schmeckte wie Hühnchen, vielleicht war es das auch, wer weiß.

Tag 2 & 3 - Sommerpalast

An das Klima muss man sich erst mal gewöhnen - trocken und warm, wir hatten immer über 30°C, also Wasserflasche in den Rucksack. Sonnenschutz ist im Juni auch von Vorteil, Smog hatten wir nämlich die sieben Tage kaum bis gar keinen. Roller und Mofas - alle elektrisch, plus die zahllosen Fahrräder machen dies möglich.

Mit der U-Bahn ging es erst mal 18 km durch die Stadt zum Sommerpalast, ob wir schon am Stadtrand sind? Angekommen ging es weiter mit dem Selfiemarathon, alleine, in der Gruppe, oder mit Asiaten. Motive gab ja es in Hülle und Fülle.

Nehmt euch auf jeden Fall ein Vesper mit in den Sommerpalast, das Essen war leider nichts, vor allem Finger weg von den Würstchen am Spieß!

Die Verbotene Stadt (Ermäßigung mit Studentenausweis) ist wirklich beeindruckend, Tempel, Paläste, Skulpturen, Tore, alles bunt oder mit Gold verziert und verschnörkelt.

Mit einer Offlinekarte navigierten wir zum "Bar-Lake" - in der Hoffnung auf Party, denn #simmerzumspaßda - immerhin sind wir in Peking mit über 20 Mio Einwohnern. Viel ging hier allerdings nicht, westliche Musik Fehlanzeige.
Dafür hatten wir an diesem Abend unser teuerstes Bier in China, für 40 CNY (5,70€).

 

Tag 4 - The Great wall

Das Weltwunder schlecht hin, die chinesische Mauer. Über unser Hostel haben wir die Tour Great Wall (Badaling-Part), Jade Factory und Tea House gebucht, etwas preiswerter, dank dem Shoppingaspekt.

Die Jadefabrik ist absolut nichts für Schwaben, unter 100,-€ gibts da nämlich nichts, das Mittagessen war lecker.

38°C und strahlend blauer Himmel, perfektes Selfiewetter. Von Peking fährt man ca 2h, über die Jadefabrik eben. Mit der Seilbahn ging es dann auf die Mauer, bei der Hitze und dem Zeitmangel war der Fußmarsch von der Talstation ausgeschlossen. 

Nach ein paar hundert Metern würde das Gewusel der Sonnenschirmasiaten schnell weniger, so viele Stufen, hoch und runter, runter und hoch. Je weiter wir liefen desto ferner die Seilbahn, zum Glück machte die Mauer einen Knick und wir sahen die Chance auf eine Abkürzung. Also runter von der Mauer und rüber zu dem Überdachten weg Richtung Seilbahn. Dass es hierbei um eine art Achterbahn handelte konnten wir nicht ahnen, natürlich kostete das Eintritt, also wieder zurück auf die Mauer. Kostet auch Eintritt, verdammt! Merke: immer schön auf der Mauer bleiben. Nach mehrmaligem hin und her - die Verkäufer an den Ständen sprachen uns wirklich jedes Mal an - noch einmal Eintritt bezahlt und zu Fuß wieder zurück. Die Zeit wurde knapper und die Mauer steiler, die Stufen hatten natürlich unterschiedliche Höhen, was es nicht besser machte.

Total am Ende und schweißgebadet wurden wir im Tal schon aufgeregt von unserem Tourguide empfangen "So lange wie ihr, war noch keiner auf der Mauer" - so hinterlässt man einen bleibenden Eindruck.

Tag 5 - Noch ein tempel?

Hat man zwei, drei Tempel gesehen, kennt man sie alle. Ähnliche Bauweise und Dachformen, die fünf Tierfiguren auf dem Dachkante an allen vier Seiten, sowie die farbenfrohen, mit Gold verzierten Wände. BILD!
Die Alternative zu weiteren Tempeln war der Olympia Park, eine riesige Fläche ohne viel Sonnenschutz, also schnell von Schatten zu Schatten, ein paar Bilder, die Gewinnerwand betrachten und auf in das "Fake Einkaufszentrum".
Wenn man es nur finden würde, wir sind gut zwei Stunden umhergeirrt - haben dabei einen Mann auf der Straße Dreck essen gesehen, traurig aber wahr.
Die moderne Navigation hat schlussendlich mal wieder den Tag gerettet, einige Adressen später, sind wir zum Glück doch noch fündig geworden.

Allgemeine Taktik: Den vom Verkäufer genannten Preis um 80% drücken beim ersten Gegenangebot und sich dann langsam ran arbeiten. Leichter gesagt als getan, "my friend, killing price" - wenn man sich nicht einig wird, hart bleiben und weiter gehen, meistens bekommt man es dann doch noch zum letzten Gebot. Falls nicht, direkt neben an und "daneben" gibt es den gleichen Laden noch mal und man kann sein Verhandlungsgeschick erneut testen.

Mit der einen oder anderen Tüte ging es dann wieder hinaus in die Hitze Pekings.

Noch etwas Witziges am Rande - in den Supermärkten hat es teils so viel Personal, dass unbeaufsichtigte Einkaufswägen innerhalb kürzester Zeit verschwinden und die Ware wieder eingeräumt wird. Im ersten Moment zweifelt man an sich selbst, aber unser Wagen war tatsächlich weg. Dann fängt man halt wieder von vorne an...

Tag 6 - Roast Duck

Wie wär's mit einer typischen "Peking Roast Duck" zum Abendessen? Klingt super, zuerst ging es noch in den Himmelspalast, der Tag war jung und die Motivation noch gerade ausreichend. Ich weiß aber ehrlich gesagt nicht mehr was es da so gab, ich glaube einen Mauerring, über welchen man sich mit jemandem der außerhalb der Mauer stand, unterhalten konnte, yeah.

Natürlich durften ein paar selfie nicht fehlen, oder ein Moonwalk von Moritz, den eine ältere Dame sogleich nachgemachen wollte. Hier und da trifft man sogar ein paar Deutsche, die ebenfalls auf Tempeltour sind.

Den Geträkehändler direkt neben dem Hostel kannten wir mittlerweile schon so gut, dass es für ein Bild mit Ihm und seiner Frau reichte.

 

Bye bye Lilo, bye Beijing und damit weiter zum zweiten Ziel unserer Reise.

Die Vorfreude auf Siem Reap, Kambodscha war groß - nach dem Aufbau kommt der Zerfall! Keine protzigen Tempel mehr, nur noch Ruinen bitte.